< ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT    Update: 25.12.2002
152 / II  V5  "DM-ZYC"

war nach der V1 und V4 die dritte zur Flugerprobung vorgesehene Maschine und die zweite Maschine des neues Typs II.
Die Montage begann Mitte 1959.

V5 Montage Bild 1
Frühjahr 1960
Die V5 hinter der fast baugleichen V4 in der Halle 222.

V5 Abnahme Bild 2
6.September 1960
Die 152/II "DM-ZYC" bei der Endkontrolle vor der Übergabe zur Bodenerprobung

henkel Bild 3
7.September 1960, ca.16 Uhr
Die 152/II "DM-ZYC" wird zur Flugerprobung von der Halle 222 zur Halle 285 geschleppt.
Die ansonsten baugleiche Schwestermaschine zur V4 hatte zusätzlich den sogenannten "Henkel", eine Außenverbindung an der vorderen
linken Tragflächenwurzel in den Rumpf zur Aufnahme von weiteren Meßleitungen

Überführung der V5 Bild 4
September 1960
Zwischen rechter Tragfläche und Höhenleitwerk lugt der 1959 gebaute Tower hervor.
Achten Sie doch mal bei einem Besuch des Dresdner Airports auf dieses Gebäude.
Es soll mittelfristig durch einen neuen Tower ersetzt werden.
 
V5
Bild 5
September 1960
Noch ein Foto vom Schlepp. Die Maschine auf Rollweg Charlie zur SLB. Nach einer Rechtskurve geht es bis zum Ende der SLB Richtung Startpunkt 22.
Verlassen der SLB über Rollweg Echo und weiter zur Halle 285.
Die Aufnahmen 2...5 entstanden bei der Übergabe der Maschine zur Bodenerprobung.

7. September 1960
Geplanter Erstflug der V5 mit anderer Besatzung als bei V4 (u.a. Pilot Rolf Heinig).
Wurde aufgrund der noch ungeklärten Probleme mit der Kraftstoffversorgung abgesagt.

V5 Bodenerprobung Bild 6
Herbst 1960
Standversuche an der V5. Die Vorderkanten von Tragfläche und Seitenflosse tragen Modifikationen zur Ermittlung der Anströmung.
Die Maschine steht an der Verlängerung des Rollwegs Echo Richtung Halle 285. Im Hintergrund der Schelsberg bei Weixdorf
(von dem man übrigens auch heute noch schöne Flugzeugaufnahmen machen kann).

Mit den umfangreichen Umbauten analog der V4 wurde zunächst nicht begonnen, um mit den Bodenversuchen weiterzukommen,
die an der V-4 nur teilweise durchgeführt wurden.

Bei Tests zur Schallbeanspruchungen durch die Triebwerke zeigten sich Risse an Landeklappe und Querruderbeplankung.
Dieses Problem trat jedoch auch bei anderen Flugzeugtypen im Ausland auf und war Gegenstand beträchtlicher Anstrengungen.
Erprobt wurde an der V5 auch der Einsatz  leichterer Höhen- und Seitenflossen, Quer-, Höhen- und Seitenruder./205/
Weiterhin wurde die Enteisungsanlage, die elektrischen und funktechnischen Anlagen getestet.

Automatischer Beobachter Bild 7
Automatischer Beobachter
In der V5 wurden die wichtigsten Meßgrößen auf einem besonderen Panel  zusammengefaßt und während der Erprobung  zur späteren Auswertung in kurzen Abständen fotografiert.

Dezember 1960
Die Maschine absolviert die erste Rolletappe am 7., 16, 20. und 21. Dezember 1960 mit insgesamt 25 Läufen bis max. 150 km/h.
Das Programm umfaßte hauptsächlich Versuche für das Fahrwerkslenk- u -bremssystem./205/
So konnte beim Rollen mittels eines Schalters die Auslenkung des Bugrades von 4° (Start / Landung) auf  22° erhöht werden./501/

15. März 1961
Nach dem technischen Konzept vom Januar 1961 war zu diesem Zeitpunkt das Ende der Bodenerprobung, die Beendigung der Umbauten analog V4
und der Beginn der Flugerprobung der V5 vorgesehen. Darüberhinaus sollte die V5 die schubstärkeren Triebwerke 014-A1 erhalten.

Sommer 1961
Die V5, die zuletzt noch in der Halle 285 mit der V4 stand, wird nach den Entscheidungen zur Auflösung der Luftfahrtindustrie verschrottet.


< ZURÜCK ZUR ÜBERSICHT      152 / II V5    Bilder: Sammlung J.Werner    Bild 2: aus "Der Flugzeugbauer"
1997-2003 by Frank Manke