| 152 / II V5 "DM-ZYC" |
war nach der
V1 und V4 die dritte zur Flugerprobung vorgesehene Maschine und die zweite
Maschine des neues Typs II.
Die Montage begann Mitte 1959.
Bild 1
Frühjahr 1960
Die V5 hinter der
fast baugleichen V4 in der Halle 222.
Bild 2
6.September 1960
Die 152/II "DM-ZYC"
bei der Endkontrolle vor der Übergabe zur Bodenerprobung
Bild 3
7.September 1960, ca.16 Uhr
Die 152/II "DM-ZYC"
wird zur Flugerprobung von der Halle 222 zur Halle 285 geschleppt.
Die ansonsten baugleiche
Schwestermaschine zur V4 hatte zusätzlich den sogenannten "Henkel",
eine Außenverbindung an der vorderen
linken Tragflächenwurzel
in den Rumpf zur Aufnahme von weiteren Meßleitungen
Bild 4
September 1960
Zwischen rechter
Tragfläche und Höhenleitwerk lugt der 1959 gebaute Tower hervor.
Achten Sie doch
mal bei einem Besuch des Dresdner Airports auf dieses Gebäude.
Es soll mittelfristig
durch einen neuen Tower ersetzt werden.
Bild 5
September 1960
Noch ein Foto vom
Schlepp. Die Maschine auf Rollweg Charlie zur SLB. Nach einer Rechtskurve
geht es bis zum Ende der SLB Richtung Startpunkt 22.
Verlassen der SLB
über Rollweg Echo und weiter zur Halle 285.
Die Aufnahmen 2...5
entstanden bei der Übergabe der Maschine zur Bodenerprobung.
7. September 1960
Geplanter Erstflug
der V5 mit anderer Besatzung als bei V4 (u.a. Pilot Rolf Heinig).
Wurde aufgrund
der noch ungeklärten Probleme mit der Kraftstoffversorgung abgesagt.
Bild 6
Herbst 1960
Standversuche an
der V5. Die Vorderkanten von Tragfläche und Seitenflosse tragen Modifikationen
zur Ermittlung der Anströmung.
Die Maschine steht
an der Verlängerung des Rollwegs Echo Richtung Halle 285. Im Hintergrund
der Schelsberg bei Weixdorf
(von dem man übrigens auch heute noch schöne Flugzeugaufnahmen
machen kann).
Mit den umfangreichen
Umbauten analog der V4 wurde zunächst nicht begonnen, um mit den Bodenversuchen
weiterzukommen,
die an der V-4
nur teilweise durchgeführt wurden.
Bei Tests zur Schallbeanspruchungen
durch die Triebwerke zeigten sich Risse an Landeklappe und Querruderbeplankung.
Dieses Problem
trat jedoch auch bei anderen Flugzeugtypen im Ausland auf und war Gegenstand
beträchtlicher Anstrengungen.
Erprobt wurde an
der V5 auch der Einsatz leichterer Höhen- und Seitenflossen, Quer-,
Höhen- und Seitenruder./205/
Weiterhin wurde
die Enteisungsanlage, die elektrischen und funktechnischen Anlagen getestet.
Bild 7
Automatischer Beobachter
In der V5 wurden
die wichtigsten Meßgrößen auf einem besonderen Panel
zusammengefaßt und während der Erprobung zur späteren
Auswertung in kurzen Abständen fotografiert.
Dezember 1960
Die Maschine absolviert
die erste Rolletappe am 7., 16, 20. und 21. Dezember 1960 mit insgesamt 25
Läufen bis max. 150 km/h.
Das Programm umfaßte
hauptsächlich Versuche für das Fahrwerkslenk- u -bremssystem./205/
So konnte beim
Rollen mittels eines Schalters die Auslenkung des Bugrades von 4° (Start
/ Landung) auf 22° erhöht werden./501/
15. März 1961
Nach dem technischen
Konzept vom Januar 1961 war zu diesem Zeitpunkt das Ende der Bodenerprobung,
die Beendigung der Umbauten analog V4
und der Beginn
der Flugerprobung der V5 vorgesehen. Darüberhinaus sollte die V5 die
schubstärkeren Triebwerke 014-A1 erhalten.
Sommer 1961
Die V5, die zuletzt
noch in der Halle 285 mit der V4 stand, wird nach den Entscheidungen zur
Auflösung der Luftfahrtindustrie verschrottet.