< ZURÜCK         Update: 12.02.2003
EF 131

Sechsstrahliges Versuchs-Bombenflugzeug.
Direkte Weiterentwicklung aus der Ju 287 V3 (Triebwerke in Drillingen zusammengefaßt).
Neben der EF-126 das letzte in Dessau in den Junkers-Werken fertiggestellte Flugzeug.
Chefkonstrukteur Brunolf Baade, verantwortlicher Mitarbeiter u.a. Fritz Freytag.
Es wurden zwei Exemplare für die Flugerprobung und eines für die statische Erprobung gebaut.
Stationiert war zumindest ein Exemplar in Ramenskoye bei Moskau.

EF 131  V1
Januar 1946 Montagevorbereitungen in Dessau
Mai 1946 Beginn der aerodynamischen Untersuchungen
Juli 1946 Fertigstellung der 1:1 Attrappe, Begutachtung durch sowjetische Kommission
ab 16.August 1946 Fertigstellung des Flugzeugs, Übergabe zur Flugerprobung, Probeläufe
September 1946 Demontage und Verschickung in Sowjetunion (SU)
22.Oktober 1946 Massenentführung deutscher Spezialisten in SU, faktisches Ende des Junkers-Flugzeugbaus in Dessau
Herbst 1946 Arbeiten zur Verstärkung des Rumpfes
15.April 1947 Befehle zur Durchführung von Flugversuchen und der Übergabe von zwei Versuchsexepmlaren zur Erprobung bis September 1947
Frühjahr 1947 Planungen zur Teilnahme der Maschine an der Luftparade zu Ehren des "Tages der Luftstreitkräfte" in Moskau am 18.August 1947
23.Mai 1947 Erstflug durch den deutschen Testpiloten Paul Julke
(15 min, Startgeschwindigkeit 250 km/h, Horizontalflug 350 km/h in 1400 m Höhe, Landegeschwindigkeit  220 km/h)
bis Oktober 1947 Durchführung von sieben Erprobungsflügen mit einer Gesamtdauer von 4,5 h durch die Testpiloten Julke und Schreiber
Oktober 1947 Befehl zum Abbruch weiterer Versuche
Winter 1947/1948 Abstellen der Maschine auf dem Flugplatz
Juni 1948 Nach Auswechslung defekter Teile, aufgrund der langen Standzeit im Schnee, ist die Maschine zu weiteren Erprobungsflügen vorbereitet
21.Juni 1948 Befehl zur Einstellung aller Arbeiten, da die Neuentwicklung EF-132 erfolgversprechender schien
  Verschrottung (?)

EF 131  V2
Frühjahr 1947 Beginn der Montage 
Ende 1947 Fertigstellung
  Verschrottung (?)

Technische Daten
Besatzung 3
Reichweite 1050 km bzw. 1680 km /201/
Antrieb 6 x Jumo 004 B zu zwei Drillingen vereint 
Flugmasse 17.820 kg bzw. 23.190 kg /201/
Nutzlast 2000 kg /201/
Länge ca. 24 m
Höhe ca. 8 m
Spannweite ca. 24 m
Geschwindigkeit 860 km/h
Reichweite 1680 km
Dienstgipfelhöhe 13.400 m /201

Bedienvorschrift
Bedienvorschrift, Nachdruck von 1946,
Eigenverlag Dr.Peter Korrell, 1998
Alle Angaben aus /81/
OKB: Konstruktionsbüro


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