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Update: 26.07.2005
VOR 30 JAHREN LETZTMALIG...
Dresden - Barth
EIN BEITRAG ZUR REGIONALEN LUFTFAHRTGESCHICHTE

von FRANK MANKE

Mit der Aufnahme des Inlandflugverkehrs der Deutschen Lufthansa in der DDR, am 16 Juni 1957, wurde auch eine günstige Linienverbindung von Dresden nach Barth(Ostsee) geschaffen, die einen Tag später realisiert wurde. Neben Dresden wurde Barth auch von Berlin, Leipzig und Erfurt angeflogen. Zum Einsatz kamen zunächst IL-14.

Auszug aus dem Sommerflugplan der DEUTSCHEN LUFTHANSA von 1961

Die Stadt Barth, die dieses Jahr übrigens ihr 750jähriges Jubiläum feiert, liegt relativ günstig in der Mitte der deutschen Ostseebäder, zwischen den Hansestädten Rostock und Stralsund am Barther Bodden.

Der Preis für den einfachen Flug ab Dresden betrug 81 Mark (10% Ermäßigung bei Hin- und Rückflug), die Flugzeit war mit ca. anderthalb Stunden angesetzt. Zum Vergleich: für die Reise mit der Bahn war damals für etwa zehn Stunden Lektüre einzupacken.

Auch 1965 konnte sich die in Dresden herausgegebene Tageszeitung "Die Union" noch nicht vom Lufthansa-Kranich trennen...

Die ersten drei Bilder vermitteln wohl gut die Wertbeständigkeit der baulichen Anlagen am Flughafen Barth. Die historischen Aufnahmen stammen aus den sechziger Jahren, die Farbaufnahme von diesem Jahr.

 
BARTH

BARTH
Mit der Indienststellung der AN-24 bei der Interflug im Jahre 1966 wurden die IL-14 sogleich auch auf allen Inlandsstrecken abgelöst.
IF 121 hob Montag bis Freitag 12:05 Uhr in Dresden ab, um nunmehr mit Turbopropgeschwindigkeit nach ca. einer Stunde und zehn Minuten in Barth aufzusetzen.
Perspektivisch sollte die AN-24 bis 1975 im Inlandsflugverkehr eingesetzt werden, um dann von einem Nachfolgemodell ersetzt zu werden.

BARTH

 

Sommerflugplan 1969

"Sächsisches Tageblatt" vom 17.März 1971

 

Mit der Außerdienststellung des AN-24 Flotte bei der Interflug von Mitte 1974 bis Ende 1975 stand nur noch die IL-18 für Inlandsflüge zur Verfügung. Damit war jedoch die 1150m Bahn in Barth nicht mehr anfliegbar. Die Urlauberflüge wurden ab 1976 mit IL-18 weiterhin nach Heringsdorf (Usedom) bis zur Beendingung des Inlandflugverkehrs 1979 fortgesetzt.

BARTH
Vor nunmehr dreißig Jahren, 1975, wurde Barth letztmalig im regelmäßigen Ostsee-Bäderverkehr angeflogen. Laut Flugplan wurde vom 12.Mai bis 27.September immer Montag, Mittwoch und Freitag ab Dresden 12.15 Uhr (IF 121) und 16.15 Uhr (IF 123) gestartet.


Heute erinnern die im wesentlichen unverändert gebliebenen Flugplatzbauten in Barth an ein interessantes Kapitel der DDR-Luftfahrt.


BARTH
Die Start und Landebahn in Barth von Osten gesehen.
Kleines Bild links: Die Hafenstadt Barth von der Seeseite
 
Seaking
Seaking
Der "Ostseeflughafen Stralsund-Barth" heute: Die allgemeine Luftfahrt hat den Platz fest im Griff.
Neben gelegentlichen Charterverkehren von der Größe einer ATR 42 oder Jetstream 31 lassen sich auch  Transall der Luftwaffe sehen. Die Deutsche Marine trainierte hier im Juli 2005 mit Westland Seaking.
 
Weitere Informationen zum
"Ostseeflughafen Stralsund-Barth"

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Historische Aufnahmen: Sammlung Andreas Beutlich
Alle anderen Videoscreenshots: Frank Manke


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- URLAUBERFLÜGE DRESDEN-BARTH

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