Dirk Peisker
"Macedonian
Air Wing", die Luftstreitkräfte Mazedoniens
Die
ehemalige Jugoslawische Teilrepublik Mazedonien leistet sich,
dank
weitreichender Unterstützung, schlagkräftige und gut
ausgerüstete Streitkräfte.
Dabei hat
Mazedonien
gerade einmal ca. 2 Mio. Einwohner. Die Nähe zum Krisenherd
Kosovo, Albanien
und eigene
Konflikte mit der albanischen Bevölkerungsgruppe im Land machten
dies
erforderlich. Die Luftstreitkräfte
(VV i PVO na ARM) sind ausschließlich auf dem internationalen
Flughafen "Alexander
der Große" in Skopje-Petrovec stationiert. Der Flughafen wurde
schon
früher gemischt zivil/militärisch genutzt und besitzt daher
die nötige
Infrastruktur.
Als Folge
bewaffneter Übergriffe "albanischer Terroristen" (Kämpfer der
mazedonischen UCK) in den Gebieten
im Nordosten Mazedoniens, rüsteten sich die Streitkräfte im
März 2001 innerhalb
kürzester Zeit
enorm auf, um die Angriffe abzuwehren bzw. die albanischen Volksgruppen
in
Schach zu halten.Bemerkenswert
ist, das die durch Duldung in der Region stationierter KFOR-Truppen,
bestens
mit anti-aircraft
Waffen (FIM-92 Stinger & Strela-2M) ausgerüstete mazedonische
UCK während
der Kampfhandlungen kein einziges mazedonisches Flugzeug
abschießen konnten.
Spürbar
und stark ausgeprägt sind die heute typischen amerikanischen
Einflüsse in den
Streitkräften. Uniformen,
Bezeichnungen und ein selbstbewusstes aber etwas arrogantes Auftreten
des
Personals prägen
dieses Bild. Am 01.01.2006 erreichte man den NATO "combat mission
standard". Aufgeteilt
sind die Luftstreitkräfte in die 4 Teilbereiche Combat, Transport,
Training
& VIP.
Combat:
201 POHS (Protiv Oklopna
Helikopterska Skvadron) "Night Thunders"
Helicopter
Squadron, formiert im Jahr 1992 und am 23. März 2001
ausgerüstet mit 10 Mi-24V. Im
Dezember 2001 folgten noch 2 Mi-24K. Alle Mi-24 wurden von der Ukraine
geliefert und tragen die Kennungen
201 bis 212. Die
Hubschrauber durchlaufen gerade ein umfassendes Modernisierungsprogramm
in
Kooperation mitElbit
(Israel) und Aviakon (Ukraine) zum Mi-24"Thunder". Die Modernisierung
wird vor Ort am FlughafenSkopje
durchgeführt. Die umgebauten Mi-24 entsprechen vollem
NATO-Standard und sind
mit ihrer Top-Ausrüstung
in dieser Form nicht einmal beim russischen Hersteller Mil
erhältlich.
Transport:
301
TRHS (Transportna Helicopterska Skvadron)
Im Jahr
1994 lieferte die Ukraine wegen des UN-Waffenembargos 4 Mi-17-V1, die
als
Rettungshubschrauber deklariert wurden und vorerst in weiß mit
zivilen Kennern
flogen. Im März 2001 folgten noch einmal 4 Mi-8MT mit den
beginnenden Kampfeinsätzen
der Luftstreitkräfte. Am 25. März 2001 starteten die
Luftstreitkräfte in der
Region von Tetovo eine Großoffensive, um in die mazedonische UCK
abzuwehren und
niederzuschlagen. Momentan
durchlaufen die Mi-17 ebenfalls ein Modernisierungsprogramm zum
NATO-Standard
und tragen dann die interne Bezeichnung Mi-17"Aleksander".
Für junge
Piloten sind auf den Hubschraubern jährlich 200 Flugstunden
vorgesehen.Die Mi-8
& Mi-17 tragen die Kennungen VAM-301 bis VAM-308.
Training:
401 ShTS (Shkolsko Trenazna Skvadron)
Für die
Grundausbildung der Piloten stehen 1 Zlin-143L und 4 Zlin-242L zur
Verfügung. Letztere
wurden 1995 geliefert und tragen eine zivile Kennung. Es sind auf den
Zlin's
ca. 70 Stunden pro Flugschüler vorgesehen, bevor auf die beiden
UH-1H (321,
322) gewechselt wird, welche im Jahr 2001 von Griechenland geliefert
wurden.
Die UH-1H werden mittlerweile nur noch zu Trainingszwecken genutzt.
VIP:
501 PDO (Padobranski
Diverzantski Odred)
Seit 2003
wird eine An-2 mit der Kennung VAM-150 (s/n 1G216-32 ,ex Z3-DCR )
für VIP-Flüge
aber auch für Fallschirmsprung-Absetzflüge und normale
Transportaufgaben
eingesetzt. Ein Mi-17 soll ebenfalls für
VIP-Transporte umgerüstet werden.
Mit der
Gründung der mazedonischen Luftstreitkräfte am 10. Juni 1992
wurde auch die 101
Avijaciska Eskadrila
(ab 2001 Skvadron) formiert. 4 UTVA-75A und 1 UTVA-66 bildeten bis zur
Lieferung der Zlin's das
Rückrad dieser Einheit.
Während
der Unruhen im eigenen Land erhielt Mazedonien am 20. Juni 2001 von der
Ukraine
3 Su-25K
und 1
Su-25UB als Erdkampfflugzeuge. Bereits am 24. Juni erfolgte der erste
Kampfeinsatz einer Su-25 über der
Ortschaft Arachinovo (nahe Skopje) wo heftige Gefechte stattfanden, bei
denen
400 UCK-Kämpfer eingekesselt wurden. In Mazedonien stationierte
US-Truppen
evakuierten die UCK-Kämpfer (in einer
politisch brisanten Aktion) wenige Kilometer nach Norden, von wo aus
diese dann
erneut Angriffe starteten...
Die Su-25
wurden am 01. März 2004 außer Dienst gestellt und sind
seither in
Skopje-Petrovec abgestellt. Ein
geplanter Verkauf der Flugzeuge nach Georgien ist bisher noch nicht
realisiert
und die abgestellten Su-25
machen mittlerweile keinen flugfähigen Eindruck mehr. Wartungsarbeiten
werden für alle Flugzeuge und Hubschrauber bis zum 3. Level selbst
und nur beim 4. Level
im Ausland durchgeführt. Der Bau
einer weiteren Basis in Sveti Nikole, östlich von Skopje ist
geplant. Während
der andauernden Operation "Althea" sind permanent zwei mazedonische
Hubschrauber in
Bosnien-Herzegowina für das unter EU-Führung stehende
NATO-Truppenkontingent im
Einsatz. Weiterhin
werden ständig Flüge zur Grenzüberwachung,
Luftaufklärung, Unterstützung der
Bodentruppen und ein
intensives Flugtraining durchgeführt.
Die
Polizeieinheiten Mazedoniens setzen Hubschrauber der Typen Bell-206,
Bell-212
und Bell-412EP ein.
Allgemeine
Luftfahrt:
Im Land
gibt es nur wenige Flugplätze und Aeroklubs, wie z. B. in Bitola,
Kumanovo, Prilep
und Skopje-Stenkovec, wo man auch einzelne An-2's oder UTVA-75
antreffen kann. Einziger
größerer Flughafen ist neben Skopje noch Ohrid. Rein zivil
genutzt, beschränkt
sich der dortige
Flugverkehr jedoch auf die Urlaubssaison, bietet dann aber exzellente
Fotomöglichkeiten. Am
Flughafen Skopje wird notwendigerweise ein neuer Terminal gebaut,
welcher das
aus jugoslawischen
Zeiten stammende Abfertigungsgebäude ersetzt. Gute
Fotomöglichkeiten sind hier aber
Fehlanzeige. Fluggesellschaften
wie Avioimpex und Palair Macedonian sind leider längst
Vergangenheit.
Mazedonien
macht einen durchaus gepflegten Eindruck, erinnert landschaftlich etwas
an das südliche
Österreich und man vermisst den typischen Charakter der
Balkanstaaten. Die Infrastruktur ist gut
entwickelt aber die Hauptstadt Skopje hat den Charme einer
postsozialistischen
Großstadt. Das
Preisniveau ist vergleichsweise hoch und das Land für den
klassischen
Pauschalurlauber weniger
interessant.

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Aerodrome "Alexander
The
Great"
Dirk Peisker 10.05.2007
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120
SU-25UB Macedonian Air Force
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121 SU-25K
Macedonian Air Force
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122 SU-25K
Macedonian Air Force
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123 SU-25K
Macedonian Air Force
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SU-25's Macedonian Air
Force
stored
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SU-25's Macedonian Air
Force
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SU-25's Macedonian Air
Force
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204 Mi-24V
Macedonian Air Force
stored
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209 Mi-24V
Macedonian Air Force
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209 Mi-24V
Macedonian Air Force
Dirk Peisker 10.05.2007
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209 Mi-24V
Macedonian Air Force
Dirk Peisker 10.05.2007
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209 Mi-24V
Macedonian Air Force
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209 Mi-24V
Macedonian Air Force
in flight
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Mi-24K
Macedonian
Air Force
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307
Mi-17-V1
Macedonian Air Force
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321 UH-1H
Macedonian Air Force
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322 UH-1H
Macedonian Air Force
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VAM-303
Mi-17-V1 Macedonian Air Force
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VAM-150
An-2 Macedonian Air Force
ex Z3-DCR, ex LZ-1245
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Z3-DCS
Zlin-143L Macedonian Air Force
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Z3-DCT
Zlin-242L Macedonian Air Force
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